Unterricht und Schule entwickelt und verändert sich ständig. Das ist ein notwendiger und auch guter Prozess, um die Qualität von Unterricht und Schule und allem, was dazu gehört, zu prüfen, Bewährtes beizubehalten und neue Wege der Gestaltung zu suchen, zu finden und umzusetzen.

Seit vielen Jahren wird an unserer Schule mit Hilfe eines Selbstevaluationsinstruments (SEIS) die Qualität unserer Schule erhoben, indem die Lehrerinnen und Lehrer, die Schulleitung, die Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen und die Eltern der Viertklässler umfangreiche Fragebögen ausfüllen. Die vielfältigen und sehr facettenreichen Informationen aus den Fragebögen bildeten und bilden die Grundlage dafür, über neue Ziele und geeignete Umsetzungsmaßnahmen nachzudenken.

Im Schulmanagement Projekt der Robert-Bosch-Stiftung in Kooperation mit Kronos Network hat sich die Adolf-Reichwein-Schule die Entwicklung zur offenen Ganztagsschule als Thema gesetzt. In Dreiecksgesprächen mit Schulträger und Schulverwaltung und in Diskussionen mit Experten aus Pädagogik, Wissenschaft und Wirtschaft entwickeln vier Mitglieder des Kollegiums gemeinsam mit der Schulleitung Ideen zur Kommunikation, Abstimmung und Umsetzung von Schulentwicklungsthemen. So entstand innerhalb von 14 Monaten ein neues Zeitstrukturmodell, das nicht nur den Vormittag für alle Schüler rhythmisiert, sondern auch die Anschlussfähigkeit an die Ganztagsangebote sichert. Hierbei wurden immer wieder Kollegen, Eltern und Schüler einbezogen, um die Akzeptanz bei allen am Schulleben Beteiligten sicherzustellen.
Siehe hierzu auch: Schulen managen sich selbst (veröffentlicht am Mi, 29. Juni 2011 auf badische-zeitung.de)

Auch schulintern hat sich die Adolf-Reichwein-Schule auf den Weg gemacht, durch regelmäßige Evaluationen einzelne Themen des Schulalltags zu beleuchten und zu hinterfragen. In diesem Bereich haben sich Online-Umfragen neben offenen Diskussionen im Kollegium als besonders zielführend erwiesen.