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Lesefieber in der 2b

Am 17.1. 19 hatte die Klasse 2b einen Lesenachmittag, der von den Lesungen der Kinder eingerahmt war. Schon zwei Wochen vorher brach das Lesefieber aus. Überall saßen kleine Gruppen lesender Schüler, auf dem Flur, im Kabuff, im Klassenzimmer. Am 17.1.19 um 16 Uhr trafen sich Eltern, Schüler, Geschwisterkinder, das Team der 2b und Frau Lamay, die für die Bücherei zuständig ist, zunächst vor dem Klassenzimmer der 2b. Die Schüler zündeten ein Feuerwerk von Ideen.

Ein Schüler stellte das Buch „Im Land der Bananen und Schokolade vor“ , in dem die Geschichte einer Familie erzählt wird, die von Rumänien nach Deutschland kommt. Das passte zu unserer neuen Schülerin, die aus Rumänien kommt. Mit verteilten Rollen lasen drei Kinder einen Text aus diesem Buch. Plötzlich war ein Dosentelefon auf der Bühne. Im Hintergrund wurde die Geschichte „Eine Dose“ gelesen, im Vordergrund telefonierten Schüler mit einem Dosentelefon. Dann wieder drang ein wütendes“ fra, fre, fri, frei, frau, freu“ ans Ohr. Zwei Schüler brachten mit Hilfe eines Silbenteppichs verschiedene Gefühle auf die Bühne. Pantomimisch und lautmalerisch drückten sie sich beim Lesen der Silben aus. Auch unsere Handpuppe Umi kam nicht zu kurz. Zu den Bärengeschichten aus dem Umi - Buch hatten die Schüler Kommentare und Zwischenrufe Umis selbst erfunden und einstudiert. Damit vergnügten sie die Zuschauer. Viele Geschichten wurden mit einfachen Gesten begleitet, so dass die Geschwisterkinder, die zahlreich erschienen waren, von Anfang an aktiv dabei sein konnten. Sie ahmten die Gesten mit großem Genuss nach.

Nach dieser ersten Vorführung ging es in die Bücherei. Dort arbeiteten die Schüler mit einem Kamishibai. Gebannt blickten die jüngeren Geschwisterbilder auf die wechselnden Bilder und hörten der Geschichte zu. Anschließend konnten die Schüler ihren Eltern und Geschwistern ihre Lieblingsbücher zeigen, die von Frau Lamay vorbereiteten Lesespiele benutzen, oder die Bücher mit den Stingstiften vorführen. Eltern aus anderen Kulturen lasen ihren Kindern in ihrer Muttersprache Bilderbücher vor.  Die Ansprechpartner der Schule standen für alle Fragen zur Verfügung. Es ergaben sich anregende Gespräche, Austausch, neue Ideen. Kinder und Eltern konnten am Ende noch Bücher ausleihen. Es war ein sehr gelungener Nachmittag rund ums Buch.

Auch in den nächsten Tagen wirkte das Ereignis nach. Morgens schon ging es los: „Darf ich heute auch so einen Silbenteppich haben. Ich will das mit Alessio probieren.“  „Bekomme ich das Dosentelefon? Wir wollen „Die Dose“ lesen und dazu telefonieren.“ „Dürfen wir die Kleider von Umi haben, wir wollen den Text dazu lesen.“ Wieder saßen überall kleine Gruppen von Kindern, die die aufgeführten Texte lasen, spielten, neu interpretierten.

Jetzt kommen die Schüler selbst zu Wort. Sie schrieben vor und nach Aufführung, wie sie sich fühlten. Hier ein paar Beispiele:

17.1. 19

„Ich fühle mich heute total aufgeregt.“

Milia

„Ich fühle mich heute toll, weil wir lesen. Ich fühle mich toll, weil ich in der Pause mit Alexandra gespielt habe.“

Jason

21.1.19

„Bei der Aufführung war ich aufgeregt. Es war sooooo toll, als ich das mehrsprachige Buch  „Das Allerwichtigste“ gelesen habe. Nach der Aufführung fühlte ich mich toll und fröhlich.“

Jason

„Nach der Aufführung war ich stolz auf mich. Ich war sehr gut, oder?“

Max

Nach der Aufführung fühlte ich mich gut, weil meine Schwester da war.“

Felix

„Bei der Aufführung war ich aufgeregt. Nach der Aufführung war ich sehr fröhlich.“

Rehan

„Nach der Aufführung fühlte ich mich wohl.“

Melvin

„Ich fühle mich heute aufgeregt, weil wir eine Aufführung haben.“

Alije

„Nach der Aufführung, wo ich das geschafft habe, war ich froh, aber wo wir gehen mussten, da war ich traurig.“

Alije