Grundschulförderklasse - eine besondere Klasse

Seit 1971 befinden sich am Adolf-Reichwein-Bildungshaus zwei Grundschulförderklassen. In ihnen werden jeweils 15 bis 20 Kinder betreut. Das Einzugsgebiet umfasst die Stadtteile: Weingarten, Haslach, Bischofslinde, Rieselfeld, Opfingen, Tiengen und Munzingen.
Die Kinder, die außerhalb des Schulbezirks des Adolf-Reichwein-Bildungshauses wohnen, werden mit einem Schulbus transportiert. Der Besuch der Grundschulförderklasse ist freiwillig, kostenlos und auf ein Jahr beschränkt. Einen rechtlichen Anspruch auf einen Platz gibt es nicht.

Zielgruppe sind ausschließlich vom Schulbesuch zurückgestellte Kinder

Welche Kinder können die Grundschulförderklasse besuchen?

Kinder bei denen sicher ist, dass sie in einem Jahr die Grundschule besuchen werden, d.h. Kinder mit geringen Entwicklungsverzögerungen in den Bereichen Sprache, Motorik, Sozialverhalten, Emotionalität, Lernfähigkeit.

Welche Kinder können nur bedingt die Grundschulförderklasse besuchen?

Kinder mit erheblichen Entwicklungsverzögerungen, d.h. Kinder mit erkennbaren Verhaltensauffälligkeiten, mit ausgeprägten Wahrnehmungs- und Sprachauffälligkeiten, mit einer eingeschränkten Lernfähigkeit.

Welche Kinder können nicht die Grundschulförderklasse besuchen?

  • Zu junge Kinder
  • Kinder mit starken Verhaltensauffälligkeiten und psychischen Beeinträchtigungen
  • Kinder mit gravierenden Sprach-, Wahrnehmungs- und Entwicklungsauffälligkeiten
  • Kinder, die nachgewiesen lernbehindert sind

Wesentliche Grundsätze der Erziehungsarbeit in der Grundschulförderklasse

  • Ganzheitliche Erziehung
  • Individuelle Förderung und Erziehung
  • Unterstützung und Hilfe bei Defiziten und Problemen
  • Enge Zusammenarbeit mit den Eltern, Therapeuten und der Schule
  • Orientierung an den Bedürfnissen der Kinder
  • Kein verbindlicher Lehrplan
  • Themenorientiertes und lösungsorientiertes Arbeiten

Arbeitsweisen und Methoden

Arbeit in der Gesamtgruppe:

  • Gezielte Angebote, (Wissensvermittlung)
  • Freies und gelenktes Spiel (Förderung sozialer, emotionaler, kreativer und motorischer Fähigkeiten)
  • Gesprächskreis und Spielkreis.
  • Freiarbeit
  • Sport
  • Unternehmungen, Besichtigungen

Arbeit in der Teilgruppe:

  • Rhythmik und Musik
  • Besondere, zielorientierte Angebote
  • Konzentrations- und Sprachübungen

Arbeit in den Kleingruppen:

  • Hilfe bei individuellen Schwierigkeiten
  • Hilfe bei allgemeinen Entwicklungsverzögerungen
  • Gezielte Sprachförderung
  • Sozialspiele

Keine therapeutische Behandlung

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  • Eva-Maria Erschig
  • Julia Baumer
  • Selda Batmansuyu